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Amateurfunk an Bord von Yachten, Maritime Mobil Net - Kommunikation und Hilfe über Kurzwelle

Amateurfunk an Bord von privaten Yachten Informationsmedium, Völkerverständigung und Hilfe in Notfällen per Funk.


Kommunikationsmittel wie Telefon, Internet und Satelliten funktionieren nicht überall auf dieser Welt und können, von wem auch immer, gestört oder sogar ganz abschaltet werden.

Verbindungen mittels Kurzwellenfunk  sind immer möglich, selbst von den entlegensten Orten dieser Welt und natürlich auf den Weltmeeren. Es verwundert deshalb nicht, dass trotz Internet und Satellitenfunk Luftfahrtgesellschaften, Rettungsorganisationen sowie Botschaften auf Kurzwelle vertreten sind. Wer jetzt gleich zum Radio eilt um Vertrauliches mitzuhören, wird enttäuscht sein. Die Aussendungen erfolgen außerhalb des Radiobereiches und zudem verschlüsselt.


Neben kommerziellen Diensten steht die Kurzwelle auch Privatpersonen zur Verfügung. Voraussetzung hierfür ist eine Amateurfunklizenz. In verschiedenen Kursen kann man sich die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen und danach eine Amateurfunkprüfung ablegen. Lohn der Mühe ist je nach Ausbildungsstufe ein enormes Betätigungsfeld auf den unterschiedlichsten Funkfrequenzen. Um hier im engen Abstand zu anderen Funkdiensten kein Unheil anzurichten, macht die Funkausbildung sehr viel Sinn. Neben technischen Aspekten bietet das Hobby Amateurfunk ein großes Maß an Völkerverständigung.


Wer sowohl Funkamateur wie auch Bootsbesitzer ist, kann beide Aktivitäten sinnvoll miteinander kombinieren.
Funkgeräte für Kurzwelle gibt es heutzutage schon für weniger als 1000 EUR und selbst eine passende Antenne kostet nicht die Welt.

Als echter Funkamateur sendet man nicht nur in Notfällen, sondern immer dann, wenn es Spaß macht und gute Funkbedingungen vorliegen. Dafür sorgt unsere Sonne mit Sonnenflecken. Entstehen diese auf der Sonnenoberfläche, werden kleinste Materieteilchen zur Erde gesandt. Dort angekommen bilden Sie reflektierende Schichten in unterschiedlicher Höhe. Kurzum, was wir am Boden aussenden wird je nach Frequenz reflektiert und kommt an anderer Stelle zur Erde zurück.

Sprache und Morsezeichen sind sicherlich die bekanntesten Wege, Nachrichten per Funk zu übertragen, doch es gibt noch mehr. Als treues Helferlein hat sich der Computer in den letzten Jahrzehnten einen Platz neben dem Funkgerät erkämpft. Mit ihm kamen neuere, effektivere Funk-Übertragungsverfahren. Diese lassen sich durch Störeinflüsse nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Selbst mit 10 Watt Sendeleistung Funkwege über 2500 km zu überbrücken, das geht auch mal bei durchschnittlichen Funkbedingungen.


Wer sich für Amateurfunk interessiert, findet überall in Deutschland Interessensgruppen. Größter Verband ist der DARC, Deutscher Amateur Radio Club, siehe weiterführende Links.





Wetter und Yachtinfo über das Maritime Mobil Net

Im 20 Meter Amateurfunkband, bei ca. 14.313 khz, Modulationsart USB (oberes Seitenband) treffen sich täglich funkende Yachtbesitzer ab 16:30 UTC, das ist im Sommer um 18.30 Uhr und zu unserer Winterzeit um 17.30 Uhr.


Eine Leitstation aus Deutschland gibt einen allgemeinen Überblick zum Wettergeschehen und beantwortet Fragen zu einzelnen Gebieten. Hierbei kann auf Wetterinformationen von Satelliten, Internet, Wetterfax und vielen anderen Quellen zugegriffen werden.

Neben den Wetterinformationen können die Funkverbindungen insbesondere bei Bootshavarien und medizinischen Notfällen extrem wichtig werden. Auch der Standort einer vermissten Yacht kann aufgrund der letzten Positionsmeldung eingrenzt werden.


Betrieben wird das Funknetz von INTERMAR Amateur-Seefunk e.V. Auf dessen Internetseite finden sich neben dem Funkkontakt zu Yachten noch zahlreiche weitere Funktionen wie Positionsreport, Yachtemail und anderes. Ein Besuch bei  INTERMAR Amateur-Seefunk e.V. lohnt für jeden Skipper.



Wie kann ich den Funkverkehr empfangen?

Der Funkverkehr erfolgt unverschlüsselt und darf ohne besondere Genehmigung empfangen werden. Benötigt wird ein Kurzwellenempfänger mit der Möglichkeit des Einseitenbandemfanges (SSB).


Warum empfange ich nicht alle Stationen?

Auf Kurzwelle breiten sich die Funkwellen durch die (mehrfache) Reflexion an der Erd-, Wasseroberfläche sowie an Luftschichten in mehreren Kilometern Höhe aus. Wer sich beispielsweise "nur" 150 km von der gerade sendenden Station befindet, hört in dieser "toten Zone" auf Kurzwelle je nach Amateurfunkband nichts. Weit entfernte Stationen können in unterschiedlicher Qualität empfangen werden. Hinzu kommt, dass die Ausbreitung auf Kurzwelle einem mehrjährigen Zyklus unterliegt.


   

Linkliste


Deutscher Amateur-Radio-Club e.V.

Webseite des Intermar EV.

SDR Empfänger im Internet